Ein Blick in die Welt der Siegelmarken
unterwegs mit Dresdner und königlich-sächsischen Siegelmarken
von Heinz Glodschei
Das Buch zeigt eine Vielzahl an Abbildungen alter Siegelmarken, beispielsweise von Dresdner Dorfgemeinden, Vorstädten, Innerer und Äußerer Neustadt, aber auch Städtische Siegelmarken oder jene des Königlichen Hauses und der Hofstaaten, von Staatsbehörden, Bahnhöfen und viele weitere.
Details zum Buch:
Seitenanzahl: 218
Erscheinungsjahr: 2026
Format: 14,8 cm x 21,0 cm
Einband: Broschur
| Gewicht | 0,420 kg |
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14,90 € (inkl. MwSt., zzgl. Versand)
Aus dem Vorwort des Autors
Es ist schwer, über ein Sammelgebiet zu sprechen, welches in unserer heutigen Zeit in Vergessenheit geraten ist. Es betrifft das Sammeln von Siegelmarken. Literatur über Siegelmarken ist so gut wie nicht vorhanden. Trotzdem soll hier für das fast vergessene Sammelgebiet eine Lanze gebrochen werden.
Nach dem Erwerb einer Sammlung von Siegelmarken kam der Autor erstmals mit ihnen in Verbindung. Es stand die Frage, von wem und seit wann wurden Siegelmarken in unserem sächsischen Raum benutzt. Siegelmarken gehören wie Steuermarken, Gebührenmarken und Stempelmarken zu den nicht postalischen Objekten, die im Randgebiet der Philatelie, der Erinnophilie angesiedelt sind.
[…]
In Sachsen wurden Siegelmarken von etwa 1870 bis 1918 zur Versieglung schriftlicher Korrespondenz und von Briefumschlägen benutzt. Sie lösten das Versiegeln mit Wachs ab. Es ist weder genau bekannt, seit wann es in Sachsen Siegelmarken gab und welche Stückzahl jemals gedruckt wurde. Christian Juch schreibt in seinem Buch „Die Siegelmarke“ von 2022: „… Legt man ähnliches Maß an die verschiedenen Gebiete wie Militär, Gemeinden, Post, Privatwirtschaft usw. ist eine Schätzung von mindestens einer Viertelmillion verschiedener Siegelmarken, die verschiedenen Farbvarianten nicht mit eingeschlossen, wahrscheinlich. […]“
Welche Größenordnung das für Sachsen bedeutet, kann nur geschätzt werden, zumal bereits in den Jahren 1856 bis 1862 in Dresden 46 Briefkästen vorhanden waren. Die Anzahl der Briefkästen in Vororten und Dörfern von Dresden nicht mitgerechnet. Für die Stadt Dresden richtete man 11 Briefträgerreviere ein. Neben dem Hauptpostamt wurden am 1.11.1864 weitere sieben Postämter als Zweigstellen eröffnet. Nachdem Sachsen 1866 dem Norddeutschen Bund beigetreten war, ging die Posthoheit an diesen über, was sich ab Mai so änderte, dass die Deutsche Reichspost alle Dienste übernahm.
Früher konnte man Siegelmarken bei Postämtern, Behörden oder im Buchhandel kaufen. So wurde 1898 im Verkehrswesen der Post, Telegraphen- und Fernsprecheinrichtungen im Absatz IV. über den Verkauf von Wertzeichen geschrieben. U. a. wurden Freimarken, Postkarten, Wechselstempelmarken, Reichs-Stempelmarken auf Postämtern verkauft.
Allein in Dresden unterstanden im Jahr 1898 der Kaiserlichen Ober-Post-Direktion 21 Kaiserliche Postämter und ein Kaiserliches Bahnpostamt. Verschiedene Postanstalten in den Vorstädten wie Pieschen, Strehlen, Striesen, Trachenberge, Blasewitz, Löbtau und Plauen waren berechtigt, Postsendungen auszugeben.
All diese Zahlen zeigen, dass es eine riesengroße Anzahl von Postsendungen gegeben haben muss, die evtl. mit Siegelmarken verschlossen waren.
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Heinz Glodschei







